Weihnachten in aller Welt ... in Italien

Von 1962 bis 1971 habe ich mit meiner Familie in Italien im Latium gewohnt und bin dort in die Schule gegangen. Natürlich haben wir daheim Weihnachten so gefeiert, wie es in Deutschland üblich ist und haben uns dabei ein wenig von der italienischen Tradition inspirieren lassen.

Am 24. Dezember versammelt sich die Großfamilie zum großen Abendessen: il cenone. Das traditionelle Gericht ist von Region zu Region verschieden. In Venetien isst man z. B. Aal.

Danach spielen alle Tombola. Der Einsatz: Bohnen.

Um Mitternacht geht man in die Messe. Am 25. Dezember liegen Geschenke unter dem Weihnachtsbaum. Der ist real oder aus Kunststoff und hängt voller elektrisch beleuchteter Kerzen und Figuren. Es gibt ein umfangreiches Mittagessen mit vielen Gängen.

In manchen Regionen kommt die Befana am 6. Januar. Sie fliegt auf einem Besen durch die Luft und wirft Geschenke und Süßigkeiten in die Strümpfe, die die Kinder in den Kamin gehängt haben. Brave Kinder bekommen weiße Zuckerhäufchen und böse Kinder schwarze.

Anja Mahlmann,
geboren 1954 in München, Lehrerin im Ruhestand, wohnhaft in Fürstenfeldbruck seit 1978